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Category : Aktuelles

By priska

Unser guter, alter Freund – der Nussbaum

Die Walnuss wurde von den Römern erst nach Gallien und dann nach Deutschland gebracht. Im 18. Jahrhundert förderte Kaiserin Maria Theresia den Anbau: „An jedem Hof soll ein Nussbaum stehen“. 1867 erfolgte eine erste Anpflanzung in Kalifornien. Kalifornien ist heute der größte Walnussexporteur der Welt und produziert etwa 2/3 der Walnusswelternte.

Die Echte Walnuss spielte schon seit Alters her eine mythische Rolle, auch in der christlichen Symbolik. Sie wurde wegen der majestätischen Erscheinung, des reichen Fruchtansatzes mit Königswürde und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde bedauert, dass ihr Bestand durch Übernutzung und fehlende Nachpflanzung zurückging. Das „Kuratorium Baum des Jahres“ hat die Walnuss als Baum des Jahres 2008 u.a. mit dem Appell benannt: „Wir sollten uns mehr um diesen typischen Hausbaum, unseren guten, alten Freund kümmern“.

Also: Pflanzen Sie für sich und Ihre Nachwelt einen Nussbaum!

By priska

Sommerflieder – der Freund der Schmetterlinge

Sommerflieder findet immer häufiger seinen Platz in unseren Brandenburgischen Gärten. Kommt er doch gut mit durchlässigen, teils sandigen Böden und auch etwas Trockenheit zurecht. Junge Sträucher sollten anfangs jedoch regelmässig gegossen werden.
Schmetterlinge werden von ihm magisch angezogen, daher trägt er auch den Namen Schmetterlingsflieder.

Buddleja davidii kommt mit Sonne wie Halbschatten gut aus, braucht aber nach Möglichkeit Platz nach allen Seiten, um sich wohlzufühlen und richtig zur Wirkung zu kommen. Etwas Dünger im Frühling schadet nicht, ansonsten ist er aber recht anspruchslos. Einen Winterschutz wie Reisig o.ä. braucht er nur in sehr jungen Jahren, vor allem, wenn er ungeschützt steht.

Was die Blütenfarben angeht, haben Sie die Wahl: Weiss wirkt besonders elegant, in der Paarung mit Dunkelviolett oder rosa erhöhen Sie noch einmal seine Wirkung. Werden die verblühten Blütenstände entfernt, blüht er umso stärker und länger nach.

Reservieren Sie ihm bereits im Herbst ein Plätzchen, die beste Pflanzzeit ist dann das Frühjahr.

By priska

Wildobst

Wildobst ist beliebt, besonders im »anspruchsvollen« brandenburgischen Klima mit heißen, trockenen Sommern und durchaus mal strengen Wintern.
Auch für diejenigen, die Ersatzpflanzungen vornehmen müssen, gibt es eine größere Bandbreite an fruchttragenden Wildgewächsen. Wir stellen Ihnen hier einige vor, die wir meist anbieten können und die Ihnen das ganze Jahr über Freude bereiten:

Aronia – Apfelbeere
Kleinerer Strauch mit Mehrfachutzen: weiße Blütendolden im Mai, später dann violett-schwarze Beeren, die begleitet werden von einer herrlich orange-roten Blattfarbe. Kann in Hecken integriert werden oder frei stehen. Sehr anspruchslos und extrem frosthart, auch an trockenen, sandigen Standorten.

Cornus mas – Kornelkirsche
Großstrauch mit 4–8m Höhe, Frühblüher. Braucht kaum Pflege und toleriert trockene, auch sandige und leicht saure Böden. Wächst in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung langsam. Sehr auffällig ist der Strauch im zeitigen Frühjahr, wenn er noch vor dem Laubaustrieb mit Tausenden von kleinen, goldgelben Blüten übersät ist, die einen schwachen Honigduft abgeben. Im Herbst bildet er dunkelrote Kirschen, die auch essbar sind, wenn genug Sonne sie ausreifen lässt.

Lonicera Kamtschatica – Maibeere, Honigbeere oder Kamtschatka-Heckenkirsche
Bringt fast die frühesten Früchte in der jährlichen Gartensaison hervor! Blüht bereits im März und – wie der Name sagt – kann man bereits ab Mai die ca. 2cm langen Früchte ernten. Zwei Sträucher sichern den Ertrag. Extrem winterhart, stellt kaum Ansprüche an den Boden, mag aber Sonne. Bei langen Trockzeiten bitte wässern.

Hippophaë rhamnoides – Sanddorn
Wer ihn in unserer Gegend nicht sowieso schon wild in seinem Garten vorfindet, möchte sich vielleicht an dem ganzjährig silbrig-grauen Laub und den leuchtend orangen Beeren im eigenen Garten erfreuen. Heisst auch »Zitrone des Nordens« wegen des hohen VitaminC-Gehalts in den Beeren. Absolut winterhart und robust – gern in trockenen, sonnigen Lagen pflanzen – nur nicht zu feucht! Bis zu 4m hoch, kann auch als kleiner Baum wachsen. Achtung: Sanddorn als Windbestäuber braucht für Erträge einen männlichen Bestäuberbusch.

Prunus cerasifera – Kirschpflaume, Wildpflaume
Ein großer Strauchbaum, der 6m hoch werden kann, aber durch Schnitt etwas einzuschränken ist. Die ca 2-3cm großen »Mirabellen« variieren in allen Nuancen von gelb bis rot und sind sehr lecker. Einziges Manko: Der Strauch trägt kleine Dornen an seinen Kurztrieben. Als alter landschaftsbildender Heckenpartner ist die Wildpflaume sehr winterhart, verträgt Sonne und lichten Schatten.

By matthias

Willkommen bei uns

Die Natur erneuert sich jedes Jahr – wir sind da etwas behäbiger. Und doch, wir haben endlich unseren Webauftritt komplett runderneuert und laden Sie ein, sich hier schon einmal umzusehen … vor allem aber, uns in unserer Baumschule in Zeesen zu besuchen.

By patrick

Grosse Liebe zu kleinen Gärten

Auf dem Flohmarkt fanden wir ein unscheinbares Buch, 1933 von einem Engländer geschrieben, über seine Große Liebe zu kleinen Gärten. Dazu muss man allerdings wissen, dass ein „kleiner“ Garten in England schon mal einen halben Hektar umfassen kann … Er schreibt:

„Die einzige vernünftige Methode, Bäume zu bestellen, ist, in die nächste Gärtnerei zu gehen und sich den Baum anzusehen, den man kaufen will. Dann wird man keine Enttäuschungen erleben. Überdies muss man jeden Monat in die Gärtnerei gehen, um festzustellen, was gerade blüht und in dem jeweiligen Monat gut aussieht und in der Gegend, in der man lebt, am besten gedeiht.
Schließlich – und das ist außerordentlich wichtig, wenn es auch sehr oberflächlich klingt – muss man ein paar Cocktails trinken, bevor man die Gärtnerei aufsucht, weil ein leichter Rausch den Blick klar macht und den Geist befreit. Ist man vollkommen nüchtern, wenn man in die Gärtnerei geht, bleibt man zu lange im ersten Teil und überstürzt den letzten. Außerdem ist man geneigt, zu feilschen, und es hat wirklich keinen Zweck, zu feilschen, wenn es sich um den Garten handelt.“

Na dann mal los zu Puchert – und lesen Sie: Beverly Nichols, Grosse Liebe zu kleinen Gärten, © 1933 Dietrich Reimer Verlag, Berlin.

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